Nofretetes vorerst letzter Umzug

Mit der Eröffnung des Neuen Museums sind seit dem 17. Oktober alle fünf Museen der Berliner Museumsinsel für Besucher frei zugänglich. In dem nach Plänen des Architekten David Chipperfeld restaurierten Museum sind Ägyptisches Museum und Papyrussammlung und das Museum für Vor- und Frühgeschichte untergebracht. Das bekannteste Ausstellungsstück ist die Büste der Nofretete. Zusammen mit dem Ägyptischen Museum, dem sie seit 1923 gehört, wechselte sie mehrere Male ihren Standort. Nachdem sie den 2. Weltkrieg sicher eingelagert überstanden hatte, kehrte sie 1956 nach Berlin zurück. Dort war sie zuerst in Dahlem, später in Charlottenburg und zuletzt im Alten Museum auf der Museumsinsel zu bewundern.

Berlin, die Glitzermetropole

Seit dem 14. Oktober erstrahlt die Innenstadt Berlins wieder im bunten Licht hunderter Scheinwerfer. Während des alljährlichen „Festival of Lights“ werden einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins illuminiert. Dieses Jahr fallen besonders der Fernsehturm am Alexanderplatz, die Siegessäule oder auch das Brandenburger Tor durch ihre Beleuchtung auf. Das Festival läuft noch bis zum 25. Oktober.

Großer Besuch zum Tag der Deutschen Einheit

Neben den üblichen Gästen aus Politik und Kultur waren auch zwei Riesenmarionetten aus Frankreich zum Tag der Deutschen Einheit zu Besuch in der Hauptstadt. Der Große Riese erhob sich erst am Morgen des 3. Oktober aus der Spree und begab sich auf die Suche nach seiner Nichte, der Kleinen Riesin. Diese war bereits am 2. Oktober im Osten der Stadt unterwegs und hatte dort nach ihrem Onkel Ausschau gehalten. Die glückliche Wiedervereinigung der beiden Riesen erfolgte am Nachmittag des Tags der Deutschen Einheit am Brandenburger Tor vor einigen Hunderttausend Schaulustigen.

Laufende Stadterkundung

Zum 37. Mal startete am Sonntag der alljährliche Berlin-Marathon.  Der Start- und Endpunkt des Marathons auf der Straße des 17. Juni sind Orte, die, wie viele weitere an der Wegstrecke, häufig zum Pflichtprogramm eines Berlin-Touristen gehören. So führte die Strecke auch am Reichstag vorbei, durch Kreuzberg, den Kurfürstendamm entlang und über den Potsdamer Platz. Der Sieger des 37. Berlin-Marathons war zum vierten Mal in Folge Haile Gebrselassie aus Äthiopien.

„SO36 bleibt!“

Als am 02.09. die Toten Hosen im SO36 in der Oranienstraße in Kreuzberg auftraten, war das Gedränge größer als üblich. Das bekam auch eine Gruppe Touristen hautnah zu spüren, die von Jodock zufällig zu Konzertbeginn hier für eine Nachttour abgeholt wurde. Das schon seit 30 Jahren bestehende SO36 ist gerade jetzt in seiner Existenz bedroht. Beschwerden über Ruhestörung führten zu offiziellen Auflagen über Lärmreduzierung, die nur mit einer teuren Schallschutzmauer umgesetzt werden können. Sollte das SO36 schließen müssen, verlöre Kreuzberg einen Ort, der wie kaum ein anderer die kulturelle Vielfalt des Kiezes wiederspiegelt.

„Kanzler-U-Bahn“ nimmt Betrieb auf

Gestern wurde das erste Teilstück der sogenannten Kanzler-U-Bahn, die neue Linie U55, eröffnet. Seitdem pendelt zwischen den U-Bahnhöfen Brandenburger Tor, Bundestag und Hauptbahnhof ein Zug im 10-Minutentakt. Ab 2010 soll ein weiteres Teilstück zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor gebaut werden, das mit dem bereits fertiggestellten Stück die Verlängerung der U-Bahnlinie U5 nach Westen sein wird.

Mit JODOCK.DIE KULTURVERMITTLER zu den UNESCO-Welterbestätten in Berlin

Berlin ist um ein UNESCO-Welterbe reicher. Am 7. Juni, dem Welterbetag, verlieh der Direktor des UNESCO-Welterbezentrums, Francesco Bandarin, offiziell die Urkunde an die „Siedlungen der Berliner Moderne“; sechs Siedlungen aus den Zwanziger Jahren. In dem Versuch den engen und stickigen Mietskasernen der Kaiserzeit zu entkommen, entwickelten Architekten Wohnhäuser, die auch der ärmeren Bevölkerung Wohnkomfort ermöglichten. Diese Wohnungen neuen Typs boten viel Licht, Luft und Sonne und waren hygienisch besser ausgestattet als die vorher üblichen Hinterhofwohnungen.

Weitere Welterbestätten im Umkreis Berlin sind die Schlossgärten in Berlin und Potsdam und das Ensemble Museumsinsel in Berlin-Mitte.

20 Jahre Mauerfall: Erinnerung und Restauration

1989 fiel die Mauer, die Berlin 28 Jahre lang in Ost und West geteilt hatte. Ein guter Grund zum Feiern und Gedenken. Schon seit Januar reist eine rote Infobox durch Berlin und und berichtet an verschiedenen Schauplätzen der Teilung und Wiedervereinigung über den Wandel der Stadt seit dem Mauerfall. Eine zentrale Infotreppe auf dem Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof fasst alle Schauplätze zusammen.

Seit dem 7. Mai befindet sich auf dem Alexanderplatz neben der Weltzeituhr eine Freiluft-Ausstellung, die unter dem Titel „Friedliche Revolution“ das Wendejahr 1989/90 thematisiert.  Die Ausstellung läuft noch bis zum 10. Oktober.

Mit JODOCK.DIE KULTURVERMITTLER zur BuGa 2009

Seit dem 23. April läuft in Schwerin die Bundesgartenschau 2009. Der thematische Schwerpunkt der diesjährigen BuGa ist die Entwicklung der Gartenbaukunst seit dem 18. Jahrhundert. Außerdem zeichnet sich die BuGa in Schwerin durch kurze Wege zwischen den Austellungsorten aus, die sich alle rund um den Schweriner See gruppieren. Und auch das Schweriner Umland ist eine Reise wert. JODOCK.DIE KULTURVERMITTLER begleitet Sie gerne.

Frühlingsgefühle auf dem Fernsehturm

Wer dieser Tage an dem Fernsehturm auf dem Alexanderplatz vorbeikommt, wird kaum die Kritzeleien auf der gesamten Fläche zwischen Kugel und Erdboden übersehen können. Was zuerst wie Schmiererei erscheinen mag, stellt sich bei genauerem Hinsehen und Lesen als 70 Liebeschwüre – größtenteils im SMS-Stil verfasst – heraus. Dieser „längste Liebesbrief der Welt“ ist Teil einer Werbekampagne einer deutschen Telekommunikationsgesellschaft. Per Internet konnten Verliebte Sprüche einsenden, die auf Banner gedruckt von Fassadenkletteren am Turm angebracht wurden. Von der Mitte des Turms grüßt außerdem noch das Maskottchen der Leichthletik-WM 2009, die im August in Berlin stattfindet.