Seit einigen Wochen läuft im Martin-Gropius-Bau die vielgelobte Ausstellung Innen Stadt Außen des isländisch-dänischen Künstlers Olafur Eliasson. Indem er sich künstlerisch mit dem Verhältnis von Museum und Stadt auseinander setzte, hat Eliasson eine ganz besondere Liebeserklärung an seine Wahlheimat Berlin geschaffen. Die Ausstellung ist noch bis zum 09. August täglich geöffnet.
Topographie des Terrors im neuen Haus
Die Gedenkstätte Topographie des Terrors eröffnete im Mai 2010 ihr neues Dokumentationszentrum am historischen Ort. Die umfangreiche Daueraustellung informiert über den nationalsozialistischen Terrorapparat. Ab dem 23. Juni wird die erste Sonderaustellung im Gebäude stattfinden: „Das Gesicht des Gettos“ mit Bildern jüdischer Photographen aus dem Getto Litzmannstadt.
Karneval der Kulturen
Am Pfingstsonntag, dem 23. Mai, wird der Karneval der Kulturen zum 15. Mal mit einem Festumzug durch Kreuzberg gefeiert. Wie jedes Jahr wird der Karneval auch diesmal wieder durch ein Straßenfest rund um den Blücherplatz (nahe U-Hallesches Tor) ergänzt. Hier kann man das gesamte Pfingstwochenende über allerlei Gerichte aus allen Kontinenten kosten, Kunsthandwerk erwerben oder einfach der Musik von einer der vier Bühnen lauschen.
Nikolaikirche nach Sanierung wieder geöffnet
Mit ihrer Doppelspitze prägt die Nikolaikirche heute das Bild der Stadtmitte Berlins. Vor 800 Jahren errichtet, war sie jahrhundertelang Hauptpfarrkirche Berlins. Bedeutende Theologen, unter ihnen der bekannte Kirchenlieddichter Paul Gerhardt, wirkten hier. In den vergangenen 2 Jahren wurde dieses älteste Gebäude Berlins umfassend saniert. Eine neue Dauerausstellung lädt nun die Besucher ein, sich über die Geschichte der Nikolaikirche und der Stadt Berlin zu informieren.
Königin Luise. Miss Preußen 2010
2010 jährt sich der Tod Königin Luises zum 200. Mal. Grund genug, der neben Friedrich dem Großen bekanntesten Persönlichkeit der Hohenzollerndynastie, Ausstellungen und Feste zu widmen. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg erinnert dieses Jahr mit drei Ausstellungen an die preußische „Königin der Herzen“. Den Auftakt bildet „Luise. Leben und Mythos der Königin“ im Schloss Charlottenburg, wo unter anderem die rekonstruierte Luisenwohnung gezeigt wird. Im Schlossgarten geben das Mausoleum mit dem Sarkophag der Königin und die Luiseninsel, die ihr Gemahl König Friedrich Wilhelm III. gestalten ließ, Eindruck vom Gedenken an Luise.
Armee der Schneemänner
Seit zwei Wochen bevölkert eine Armee Schneemänner den Schlossplatz und protestiert stumm gegen den Klimawandel. Die Schneemänner werden stehen bleiben, bis ihnen die Sonne selbst den Garaus macht. Dahinschmelzend sollen sie dann an die schrumpfenden Polkappen erinnern. Allerdings droht die anhaltende Kälte in der Hauptstadt diese Aktion ins Gegenteil zu verkehren. Statt zu sinken, steigt die Zahl der Schneemänner mit Hilfe fleißiger Passanten stetig an und so werden die Schneemänner mit der Zeit zu einem Symbol für einen der längsten Winter, den Berlin in den letzten Jahren gesehen hat.
Freuden und Leiden des Winterwetters
Mit dem neuen Jahr kam der Schnee! Das harte Winterwetter hat auch die Hauptstadt schwer getroffen. Während die Hauptstraßen mittlerweile schneefrei sind, können Autos in den Nebenstraßen meist noch besser rutschen als fahren. Die Polizei verzeichnet drei Mal so viele Unfälle wie sonst für diese Jahreszeit üblich. Wer statt Autofrust lieber auf Freude aus ist, kann eine der vielen Berliner Eislaufbahnen oder Rodelstrecken besuchen. Besonders abseits des Stadtzentrums bieten viele Parks genug abschüssige Flächen für eine spaßige Rutschpartie. Zu empfehlen sind z. B. der Viktoriapark in Kreuzberg, der Teufelsberg in Grunewald oder der Insulaner in Steglitz.
Weihnachten in Berlin – wild und besinnlich
Alle Jahre wieder: Berlin hat sich zur Adventszeit herausgeputzt. In der gesamten Stadt glitzern und blinken bunte Lichter, ertönt Weihnachtsmusik und duftet es nach gebrannten Mandeln und Glühwein. Die überall präsenten Weihnachtsmärkte sind eine alte Berliner Tradition. Schon im Mittelalter versuchten die Kurfürsten das wilde Berliner Weihnachtsmarkttreiben zu verhindern – ein bis heute erfolgloser Versuch. Wer dieses Jahr Besinnlichkeit suchte, fand sie unter anderem beim Weihnachtskonzert des Staats- und Domchors Berlin im Berliner Dom. 1465 gegründet ist dieser Knabenchor die älteste musikalische Einrichtung Berlins. Neben dem Dom bieten auch die übrigen Berliner Kirchen eine Fülle weihnachtlicher Konzerte an, die zum Verharren und Genießen nach dem hektischen Treiben auf den Weihnachtsmärkten und in den Einkaufspassagen der Stadt einladen.
JODOCK.DIE KULTURVERMITTLER wünscht Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010.
Nofretetes vorerst letzter Umzug
Mit der Eröffnung des Neuen Museums sind seit dem 17. Oktober alle fünf Museen der Berliner Museumsinsel für Besucher frei zugänglich. In dem nach Plänen des Architekten David Chipperfeld restaurierten Museum sind Ägyptisches Museum und Papyrussammlung und das Museum für Vor- und Frühgeschichte untergebracht. Das bekannteste Ausstellungsstück ist die Büste der Nofretete. Zusammen mit dem Ägyptischen Museum, dem sie seit 1923 gehört, wechselte sie mehrere Male ihren Standort. Nachdem sie den 2. Weltkrieg sicher eingelagert überstanden hatte, kehrte sie 1956 nach Berlin zurück. Dort war sie zuerst in Dahlem, später in Charlottenburg und zuletzt im Alten Museum auf der Museumsinsel zu bewundern.
Berlin, die Glitzermetropole
Seit dem 14. Oktober erstrahlt die Innenstadt Berlins wieder im bunten Licht hunderter Scheinwerfer. Während des alljährlichen „Festival of Lights“ werden einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins illuminiert. Dieses Jahr fallen besonders der Fernsehturm am Alexanderplatz, die Siegessäule oder auch das Brandenburger Tor durch ihre Beleuchtung auf. Das Festival läuft noch bis zum 25. Oktober.